SPÖ Graz: Kampfmandat als Motivator
- Redaktion

- 13. Okt. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Seit Montag Abend steht fest, mit welchem Spitzenteam die Grazer SPÖ in den Gemeinderatswahlkampf 2026 zieht. Neben Parteiobfrau Doris Kaampus und Klubobfrau Daniel Schlüsselberger sind Patrick Trabi, Gerald Schobegger und Edith Fuchsbichler Fixstarter. Um Listenplatz 6 muss mit Vorzubestimmen gekämpft werden. Das soll als Motivation dienen, um das Wahlziel, einen Stadtregierungssitz zu erobern, dienen.

Am Montagabend stellte der SPÖ Regionalvorstand die Weichen für die Wahl: In einem mehrstufigen Auswahlverfahren – inklusive Hearings und Reihung durch den Frauen- bzw. Regionalvorstand – wurde die neue Gemeinderatsliste rund um Spitzenkandidatin Doris Kampus präsentiert. Die finale Beschlussfassung erfolgt am 7. November bei einem außerordentlichen Stadtparteitag.
Neue Gesichter
Kampus führt als Spitzenkandidatin auf Platz 1, gefolgt von Klubobfrau Daniela Schlüsselberger. Auf den weiteren Plätzen finden sich der frühere Büroleiter von Kampus, Patrick Trabi, der auchie Wahlkampfkoordination übernehmen wird. Dahinter folgen der GPA-Gewerkschafter Gerald Schobegger und die Arbeitrekammer-Angestellte Edith Fuchsbichler. Eine Besonderheit bringt der Listenplatz 6 - das „Kampfmandat“, der ausschließlich über Vorzugsstimmen vergeben wird. Für Kampus „ein deutliches Signal für mehr Beteiligung und Durchlässigkeit.” Von diesem Platz aus kandidiert zwar der JG Graz-Vorsitzende Alen Plavotic. Faktisch aber haben durch die Vorzugsstimmenregelung alle 96 Kandidatinnen und Kandidaten die Chance, in den Gemeinderat einzuziehen.Kampus: „Unsere Liste ist so bunt und vielfältig wie unsere Stadt. Das neue Vorzugsstimmenmodell gibt der gesamten Wahlbewegung zusätzlichen Schwung. Von der Pflegerin bis zum Universitätsprofessor, von Selbstständigen bis zu Gewerkschafter:innen – alle Generationen sind vertreten: Pensionist:innen, Schüler:innen und Studierende gleichermaßen.“
Gesundheit und Pflege als zentrale Themen Inhaltlich stünden, so die SPÖ in einer Aussendung, die Gesundheitsversorgung und die Pflege im Mittelpunkt. Um die medizinische Versorgung langfristig zu sichern, soll in jedem Bezirk ein Ärztezentrum entstehen und das Netz an Facharztpraxen erweitert werden – um Wartezeiten zu verkürzen und den Zugang zu spezialisierter Behandlung zu erleichtern. Auch beim Thema Anstellung pflegender Angehöriger bleibe die SPÖ Graz hartnäckig und fordert eine Ausweitung des erfolgreichen Projekts in der Stadt. Im Bildungsbereich stehen der Ausbau der Schulsozialarbeit, mehr Mittel für Brennpunktschulen sowie ein kostenloses, ganztägiges Kinderbetreuungsangebot mit einer warmen Mahlzeit auf der Agenda.
Wahlziel ist ´Regierungssitz
Wahlziel ist für Kampus nicht nur ein Zulegen bei den Mandaten – derzeit hält die einstige Bürgermeister-Partei bei nur noch vier Gemeinderatssitzen – sondern auch der Wiedereinzug in die Stadtregierung. Kampus: „Unser Ziel ist klar: Wir wollen Verantwortung übernehmen und im Gesundheitsbereich endlich das umsetzen, was die Grazerinnen und Grazer brauchen“, zeigt sich Kampus kämpferisch. „Dafür müssen wir zurück in den Stadtsenat – denn nur mit am Tisch sitzt, kann auch etwas bewegen.”


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