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Kleissner & seine Stadtkörper

  • Autorenbild: Erich Cagran
    Erich Cagran
  • 9. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

In der neuen, kleinen und feinen Galerie Papst zeigt sich Multi-Künstler Gilbert Kleissner in der Bilderschau „Stadtkörper“ von seiner, teils abstrakten Graz-bezogenen Seite.


Eva Ofner (Kunsthaus Graz) mit dem Gilbert Kleissner vor dem Ausstellungsplakat. (Foto:Cagran)
Eva Ofner (Kunsthaus Graz) mit dem Gilbert Kleissner vor dem Ausstellungsplakat. (Foto:Cagran)

Diese Symbiose ist gelungen! Im September eröffnete der 26-jährige Markus Papst in der Annenstraße 9 seine neue Galerie. In Verwirklichung seines persönlichen Traums und dem Versuch, einen Geschäfte-Leerstand, konkret in der Annenstraße 9, mit Kunst zu beleben. Die Idee griff Gilbert Kleissner und erfüllte die neuen Galerie-Räume mit farbenprächtigem Leben. Die „Stadtkörper“ sind noch bis 20. Dezember zu sehen.


„Stadtkörper“ auch in Form von realem Alltags-Plastik. (Foto: Cagran)
„Stadtkörper“ auch in Form von realem Alltags-Plastik. (Foto: Cagran)

Mit dem Titel „Stadtkörper“ schuf er Stadtperspektiven mit unterschiedlichen Zugängen. Zum einen sind es gerahmte Siebdrucke auf Papier, worauf sich neben den colorisierten Strichen auch Wort-Gedanken finden, wie sie einst Günter Brus oft zeigte. Beispiel: „Ich kann mich nicht an die Frage erinnern – aber hier ist die Antwort“. Oder den herzhaften Stadtmenschen als Collage. Oder Alltags-Plastik aus der Stadt. Dass er zu einem der Großen in der heimischen Kunst geworden ist, würdigten etliche Kollegen des einstigen Gärtnerei-Besitzers, der noch vor gut einem Jahrzehnt, damals unter dem Pseudonym „Cedes“ in die Szene schlitterte.


Vernissage mit Künstler Gilbert Kleissner (li.) und (rechts daneben) Neo-Galerist Markus Papst. (Foto: Cagran)
Vernissage mit Künstler Gilbert Kleissner (li.) und (rechts daneben) Neo-Galerist Markus Papst. (Foto: Cagran)

So gaben sich zur Vernissage die Grazer Kunsthaus-Chefin Eva Ofner ebenso die Ehre, wie die Künstlerkollegen Robert Krenn, Cris Köstinger, die zuletzt auch zusammen mit Sabina Schilcher-Asen im „Gemalten Haus“ in der Herrengasse eine Benefiz-Ausstellung zugunsten des Vereins „Herzenslicht“ gemacht haben. Maler-Jungstar Luka Gruber war ebenso bei der Eröffnung, wie der, an der Kunstuni-Graz (KUG) ausgebildete Saxofonist Armin Jambor und auch Sonja Papst, die Literaten-Mutter von Galerie-Chef Markus.

Letzteres ergab die Symbiose Teil 2. Sonja Papst und Gilbert Kleissner – die Buchautoren im literarischen Gedankenaustausch: Sie mit ihrem letzten Roman „Die Geigerin“, er mit seinem „Lebenszyklus 1 – Das Erwachen“.  Wobei Kleissner seine „Stadtkörper“ ergänzt mit seinem Band „Ich onaniere geistig“. Und Sonja Papst ihr begonnenes neues Werk „Der Kuss“ ankündigt, was, so Papst schmunzelnd, eine erotische Begegnung der besonderen Art werden wird.

Erich Cagran

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