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Ismael Barrios: Kritik an „Maduro-Soli" von KPÖ

  • Autorenbild: Redaktion
    Redaktion
  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Heftige Kritik übt die nicht gerade kleine Comunity von Exil-Venezolanern in Graz an der von der Grazer KPÖ organisierten Solidaritätskundgebung mit dem linken Diktator von Venezuela, Nicolas Maduro. Es sei inakzeptabel, dass aus der Distanz, aus politischer Bequemlichkeit oder aus Unkenntnis der venezolanischen Realität versucht wird, ein Machtsystem zu verharmlosen oder zu verteidigen, das massives menschliches Leid verursacht hat, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme, unterzeichnet unter anderem vom bekanen Musiker Ismael Berrios.


Der Musiker Ismael Barrios übt, wie viele in Graz lebende  Exil-Venezolaner, heftige Kritik an der Solidarität der KPÖ Graz mit der Mqduro-Diktatur in Venezuela. (Foto; Utri)
Der Musiker Ismael Barrios übt, wie viele in Graz lebende Exil-Venezolaner, heftige Kritik an der Solidarität der KPÖ Graz mit der Mqduro-Diktatur in Venezuela. (Foto; Utri)

Unter dem Motto „Hände weg von Venezuela“hatte die KPÖ Grraz heute Nachmittag zur Kundgebung auf den Grazer Hauptplatz eingeladen. In den Augen der in Graz lebenden Exil-Venezolaner, wie den bekannten Musiker Ismael Barrios quasi eine Solidaritätskundgebung mit einem limks-diktatorischen RegimeNicolas Maduro, das seit Jahrzehnten die venezolanische Bevölkrungen unterdrückt hat und in die Verarmung oder ins Exil getrieben hat.


»Mit großer Bestürzung nehmen wir zur Kenntnis, dass bestimmte sogenannte „soziale Organisationen“ automatische und bedingungslose Stellungnahmen abgeben, ohne eine sachliche, rechtliche oder historische Analyse der tatsächlichen Lage in Venezuela vorzunehmen oder eine minimale Überprüfung der Faktenlage durchzuführen. Im venezolanischen Kontext wird diese verkürzte Sichtweise zusätzlich durch einen dogmatischen Antiimperialismus verstärkt, der eine komplexe humanitäre und politische Krise auf ideologische Schlagworte reduziert und dabei die Opfer systematischer staatlicher Gewalt ausblendet." heißt es in der Stellungnahme der Grazer Venezolaner-Comunity, die von Ismale Barrios auch auf Facebook gepostwt wurde.


„Millionen Venezolanerinnen und Venezolaner sind nicht in der Lage, sich frei zu äußern, weder im Inland noch im Ausland, da sie begründete Angst vor Repressalien haben – sei es gegen sie selbst oder gegen ihre in Venezuela verbliebenen Angehörigen. Diese Repressalien umfassen unter anderem willkürliche Festnahmen, politische Verfolgung, Folter, Zensur sowie die Kriminalisierung oppositioneller Meinungen. Es handelt sich hierbei nicht um Wertungen, sondern um durch internationale Menschenrechtsorganisationen umfassend dokumentierte Tatsachen.

Besonders schwerwiegend ist, dass einzelne Gruppen – sei es aus klientelistischen Motiven, aus Desinformation oder aus politischer Naivität – letztlich ein Regime verteidigen, das von internationalen Institutionen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit benannt wurde. Für die überwältigende Mehrheit der Venezolanerinnen und Venezolaner, die an Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde glauben, bedeutet die Verteidigung der Regierung von Nicolás Maduro die Legitimierung einer Machtstruktur mit klaren Merkmalen einer transnationalen kriminellen Organisation, getragen von systematischer Korruption, institutionalisierter Gewalt und der Ausschaltung fundamentaler Freiheitsrechte." Und weiter: ”Nach nahezu drei Jahrzehnten politischen Missmanagements, geprägt von willkürlichen Enteignungen, der Zerstörung des produktiven Sektors, der Aufhebung der Gewaltenteilung, systematischer Zensur, politischer Verfolgung sowie dem Einsatz von Folter als Herrschaftsinstrument, befindet sich Venezuela in einer historischen Krise. Die Konsequenz ist einer der größten Zwangsmigrationsprozesse der jüngeren Geschichte: mehr als neun Millionen Menschen wurden gezwungen, ihr Land, ihre Familien, ihre Wohnungen, ihre Berufe und ihre kulturellen Wurzeln zu verlassen.

Ein Exodus dieses Ausmaßes ist weder das Ergebnis ausländischer Propaganda noch ideologischer Debatten, sondern die direkte Folge einer strukturellen und anhaltenden Bedrohung von Leben, Freiheit und persönlicher Sicherheit."


KPÖ-Solidaritäskundgebung mit der Mauro-Diktatur heute Nachmittag in Graz. (Screenshot: FB/KPÖ-Steiermrk)
KPÖ-Solidaritäskundgebung mit der Mauro-Diktatur heute Nachmittag in Graz. (Screenshot: FB/KPÖ-Steiermrk)

Versuch, Maduro-Diktatur zu verharmlosen

Vor diesem Hintergrund ist es inakzeptabel, dass aus der Distanz, aus politischer Bequemlichkeit oder aus Unkenntnis der venezolanischen Realität versucht wird, ein Machtsystem zu verharmlosen oder zu verteidigen, das massives menschliches Leid verursacht hat. Diese Realität zu relativieren stellt keine kritische Haltung dar, sondern bedeutet eine Form moralischer Mitverantwortung.nEchte Solidarität mit dem venezolanischen Volk beginnt damit, den Opfern zuzuhören, die Fakten anzuerkennen und jede Form von Autoritarismus sowie systematischer Menschenrechtsverletzungen klar abzulehnen – unabhängig von ideologischen Zuschreibungen."



Rechtlicher Hinweis

Diese Stellungnahme erfolgt ausdrücklich als Ausübung des Rechts auf Gegendarstellung gemäß § 9 Mediengesetz (Österreich).

Gezeichnet:

Eine Gruppe venezolanischer Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit Wohnsitz in Graz

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